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Samhain

Bedeutung des Festes

Samhain ist das keltische Fest des Winteranfangs und der Beginn der dunklen Zeit. Gefeiert wird es entweder am 31. Oktober, oder an einem Neumond drum herum. Es gibt da verschiedene Traditionen. Ich halt mich an den 31., einfach weil s praktisch ist.

Für mich ist wie für viele Hexen Samhain das Neujahrsfest. Ich finde es schön, zu Beginn der dunklen Zeit ein neues Jahr anzufangen, Altes und Erledigtes entgültig zu verabschieden und das Neue willkommen zu heißen. Das Neue, das dann langsam in mein Leben wächst. Oft ist es so, dass das, was Samhain gesät wird, den Winter über ruht, wie manche Knollen, die man im Herbst in den Boden steckt, und um Beltane und Ostara zeigen sich dann die ersten Knospen und Blüten. Eine sanfte Veränderung, aber dafür um so kräftiger.

Samhain ist das Fest, das den Tod des alten Gottes feiert und seinen Weg in die Anderswelt, von wo er, jung und erfrischt, an Yule wiedergeboren wird.

Dank der vielen Halloweenmarketingkampagnen ist der Kürbis inzwischen entgültig zu einem Symbol für Samhain geworden. Die Iren, die für diesen Brauch verantwortlich sind, nutzten unsprünglich eine hohle Rübe, die nach der Umsiedlung nach Amerika dann zum Kürbis mutiert ist.

Für mich ist allerdings eher der Granatapfel ein Symbol für Samhain, und deshalb landet auch jedes Jahr ein Granatapfel auf meinem Altar und wird feierlich verspeist und mit den Ahnen geteilt.

Der Granatapfel stammt aus Griechenland und auch der Mythos, der damit verbunden ist. Hades, der Gott der Unterwelt, verliebt sich in Persephone, die Tochter der Fruchtbarkeitsgöttin Demeter. Er entführt sie und nimmt sie mit in die Unterwelt. Daraufhin befiehlt Demeter allen Pflanzen, das Wachsen und Blühen einzustellen, die Erde wird öde und kalt, es gibt keine Ernte mehr und die Menschen hungern. Zeus befiehlt deshalb, dass Hades Persephone wieder frei gibt, wenn sie in der Unterwelt noch nichts gegessen hat. (er will sichs nämlich weder mit Demeter noch mit Hades verderben und versucht, sich fein rauszuwinden). Persephone hat aber an einem Granatapfel geknabbert, und ein paar Kerne davon gegessen. Weil man ein bißchen Granatapfel aber nicht wirklich als Essen bezeichnen kann, aber andererseits doch was in ihrem Mund und Magen landete, wurde ein Kompromiss geschlossen: Das halbe Jahr wohnte Persephone bei ihrer Mutter, die andere Hälfte bei Hades, und so entstanden Sommer und Winter.

Mir gefällt daran besonders: Die große Göttin ist immer da, Ihre Kinder wandeln in der Welt, auch mal in der Unterwelt, aber Sie ist allgegenwärtig.

Mythen, die den Wechsel der Jahreszeiten durch den Abstieg einer Göttin oder eines Gottes erklären, gibt es bei vielen Völkern, oft gekoppelt mit den Mythen der Heiligen Hochzeit, die dann im Frühjahr gefeiert wird.

An Samhain ist das Tor zur Unterwelt weit geöffnet, nicht nur die Götter gehen hindurch, sondern auch die Ahnen machen einen Ausflug nach oben. Deshalb ist es Tradition, für die Ahnen was zu Essen rauszustellen, oft wird auch am Tisch ein Gedeck für die Ahnengeister mit aufgedeckt, und ins Fenster kommt ein Licht, das den Toten den Weg weist. (das muss kein Kürbis sein, eine Kerze genügt)

In Mexiko feiert man Los Dias de los Muertos, die Tage der Toten, ein buntes Fest zu Ehren der Toten. Sie werden an ihren Gräbern besucht und mit Musik, Feiern und Leckereien erfreut. Die Gräber werden bunt geschmückt und aus Blumen, besonders Ringelblumen und quietschorangen Tagetes, werden den Toten Teppiche ausgelegt.

Die Kirche hat diese Feste annektiert und zu Allerheiligen umbenannt, aber die Symbolik ist geblieben, an Allerheiligen wird hierzulande auch das christliche Grab geschmückt.

Wenn die Schleier zwischen den Welten weit offen sind, dann ist auch die beste Zeit für Weissagungen und Orakel, und ein Blick in die Karten ist hier immer sehr aufschlussreich.

Das Neujahrsfest unserer Zeitrechnung, am 31.12/1.1. stammt übrigens vom römischen Fest für Janus, dem Gott der Schwelle und der Türen, der mit einem Kopf ins Diesseits und mit dem anderen ins Jenseits blickte, sein Fest wurde nämlich am 1. Januar gefeiert. Und der Janus als Symbol für den Gott der oberen und unteren Welt, das gefällt mir sehr gut. In Byzanz war Janus der Sohn der Göttin Hekate, die für mich einfach die Samhain-Gestalt der Göttin schlechthin ist.

Ihr seht, ich klaue mir meine Mythen schamlos aus allen Kulturen zusammen und mixe meine eigenen Sachen. Ich wechsle munter durch, ein Jahr wird Persephone verabschiedet, ein Jahr der gehörnte Gott, wie s grad passt.


Anrufungen


Anrufung der Göttin

Liebste Göttin,
Hekate,
Du stehst an den Toren zwischen dieser und der anderen Welt
Heute an Samhain hast Du die Tore weit geöffnet
Und wir nehmen Abschied von dem Vergangenen,
Den Ereignissen des letzten Jahres.
Wir danken Dir für alles, was wir erlebt haben.
Viele unserer Erfahrungen ruhen jetzt in uns
Wie die Pflanzen im Winter
Und entwickeln Ihre Wurzeln,
Um sich bald in uns zu entfalten.
Nun beginnt die Zeit der Dunkelheit
Der Ruhe und der Besinnung
Gib uns die Kraft
Durch die Kälte und Dunkelheit zu gehen
Und von unserer Ernte des vergangenen Jahres zu zehren,
Bis die hellen Tage wiederkehren.
Die Ruhe der Dunkelheit bringt uns auch Frieden,
Die Verwandlung in der Stille,
Und ein warmes Nest zum Träumen.


Anrufung des Gottes

Gehörnter,
Heute, wo Du Deinen Weg in die Dunkelheit vollendest,
Bitten wir Dich,
Nimm das Vergangene mit Dir,
Damit es Nahrung ist für das Neue,
Sonnengott,
Strahlender König des Sommerhimmels
Mögest Du ruhen in den Armen der Göttin
Bis Du erneuert wiederkehrst
Zu uns.


Anrufung der Ahnen

Liebe Ahnen,
Ihr seid uns vorausgegangen auf den Wegen dieser Welt
Und auch vorausgegangen auf dem Weg in die andere Welt,
Wo ihr jetzt abseits der Welt die Ruhe geniesst.
Heute ist die Türe zwischen den Welten offen
Und wir laden Euch ein
Mit uns zu Feiern
Kommt zu uns,
Damit wir gemeinsam des Vergangenen gedenken können,
Damit wir gemeinsam das Alte verabschieden
Und das Neue erträumen können.
Kommt und feiert mit uns,
Unser Tisch ist auch für Euch gedeckt.
Seid willkommen.


Rituale


Hecate Cerridwen singen

Für mich das Samhain-Lied überhaupt, es muss einfach dabei sein. Text und Hörprobe gibts hier (und auch noch ne Menge anderer Lieder).

Dabei vielleicht Hekate visualisieren, wie sie an der Schwelle steht, oder Cerridwen, wenn sie im Kessel rührt.


Karten, Runen, Zukunftsdeutung

Ich ziehe mir an Samhain immer Karten fürs nächste Jahr, meistens nehm ich eine Tarotkarte, eine Karte aus dem Göttinnengeflüster als Schutzgöttin fürs Jahr, und eine Karte aus irgendeinem Kartendeck, dass mir grad gefällt.

Ich sag was Nettes dazu, zb. "Göttin, zeig mir mit diesen Karten den Weg fürs nächste Jahr" oder so was in der Art.

Runen, I Ging, etc. geht natürlich auch.

Ich seh das ganze nicht so sehr als Zukunftsdeutung, sondern als Möglichkeiten und Aufgaben, die mir das nächste Jahr bringt. Da macht dann auch ne Schwert-Neun nicht so viel aus.


Licht für die Ahnen

Nimm eine Kerze in die Hände und stell Dir vor, wie Du Dich über die Kerze mit Deinen Ahnen verbindest. Lass Energie in die Kerze fliessen und von der Kerze in Deine Hände zurück. Denke ein bißchen drüber nach, wer Deine Ahnen sind, was Dir Deine Ahnen bedeuten, usw. Stell die Kerze ins Fenster oder auf den Altar und lass sie herunterbrennen.


Monsterritual

Ich finde, die Zeit um Samhain ist auch ein guter Zeitpunkt, um mal nachzusehen, wie s den eigenen Monstern geht. Monster im Keller haben wir sicher alle, und wenn man nicht gelegentlich mal nachguggt und ihnen ein bißchen den Kopf tätschelt, dann werden sie schnell ungemütlich und geraten ausser Kontrolle. In der dunklen Zeit, bei gemütlichem Kerzenlicht und den ersten Lebkuchen, kann man sie mal aus dem Käfig lassen, vielleicht haben sie ja wichtige Botschaften.

Empfehlenswert, wenn man sich auf humorvolle Weise mit seinen Monstern beschäftigen möchte, ist von Christian Moser: Monster des Alltags.

Und hier die Monster-Meditation:
Setz Dich bequem hin und stell Dir gegenüber einen Stuhl auf. Stell Dir vor, wie die Tür aufgeht, und Dein Monster kommt herein. (auch wenn Du mehr Monster hast, immer eins nach dem anderen) Es setzt sich Dir gegenüber auf den Stuhl.

Betrachte es genau: Vielleicht ist es ganz staubig vom lange im Keller sitzen, schmutzig, weil sich niemand um es kümmert.

Du kannst Dein Monster zuerst nach seinem Namen fragen, und danach, was es so macht den ganzen Tag (an Dir rummäkeln zb.)

Frag es, wie es sich fühlt. Vielleicht ist es wütend oder traurig.

Frag Dein Monster, was Du für es tun könntest, damit es sich besser fühlt, vielleicht will es geknuddelt werden oder erst mal gewaschen und entstaubt.

Du kannst mit Deinem Monster besprechen, was es in Zukunft tun kann, damit Ihr beide Euch wohl fühlt, das ewige Lästermaul kann man zb. mit Leserbriefen auf die Politiker loslassen oder ihm Papier und Bleistift geben und es böse Geschichten schreiben lassen. Das Aggressive geht in den Garten, Unkraut jäten und Holz hacken, oder in den Sportverein, und das Trägheitsbiest darf sich um die Entspannungsübungen kümmern.

Stell Dir vor, wie Dein Monster jetzt aussieht, als transformiertes Monster sozusagen. Wirkt es glücklicher? Fühlst Du Dich jetzt besser in seiner Gesellschaft?

Du kannst mit Deinem Monster ausmachen, dass Ihr Euch täglich für eine bestimmte Zeit trefft, um den Tätigkeiten nachzugehen, die Ihr beide Euch für das Monster ausgesucht habt. An die Abmachung musst Du Dich dann aber auch halten, zb. einen Monat lang täglich Jakobsen-Entspannungsübungen für das Trägheitsbiest machen.

Nun steht Dein Monster auf, Ihr verabschiedet Euch von einander und es verlässt das Zimmer.

Mit so einer Übung sind die meisten kleinen Monster zur Kooperation zu bewegen. Und die meisten Monster sind klein, die, um es mit Christian Moser zu sagen, "Monster des Abgrunds" sind zum Glück eher selten.

Wenn ein Monster allerdings ganz und gar unkontrolliert wird, dann ist s vorbei mit der Gemütlichkeit, dann muss man es auf die ein oder andere Weise der Sonne aussetzen und sich ggf. fix professionelle Hilfe holen. Ist aber eher selten, die meisten Monster sind kleine Tierchen, die nur laut brüllen...


Reise auf der Regenbogenbrücke

Die Reise auf der Regenbogenbrücke ist eine Meditation, mit der Ihr Kontakt mit den lieben Verstorbenen aufnehmen könnt. Sie führt Euch auf der Regenbogenbrücke ans Tor nach Sommerland, wo Ihr einen Blick hindurch werfen könnt und mit den Bewohnern dort sprechen, sofern sie Lust haben, an die Tür zu kommen. Ich habe die Meditation als mp3 aufgenommen, hier könnt Ihr sie runterladen. Sie ist als Zipdatei (22,2 MB) gepackt, dabei ist auch ein Cover, falls Ihr sie auf CD brennen wollt, und der Text zum selber lesen. Die Meditation ist kurz, knapp 9 Min. Die Samples habe ich von Freesound, nämlich ocean.wav von Slanesh, arpeggio5lop.wave und arpeggio6lop.wave von Plagasul und flutedance.mp3 von Kerri. Vielen Dank.

Ich hab den Weg über die Brücke vor der Tür zur Anderswelt enden lassen, durchguggen ja, durchgehen nein, wer trotzdem über die Schwelle latscht, tut das auf eigene Gefahr. Wem das Stehenbleiben zu schwer fällt, kann sich ja nen Zerberus neben die Tür visualisieren ;-)

regenbogen


Basteleien


Jahresrad

Das Jahresrad als Symbol für die acht Feste bekommt zu jedem Fest einen neuen Anhänger spendiert. (und auch zwischen den Festen, meines jedenfalls...es hängt mittlerweile so voll, dass man vom Rad fast nichts mehr sieht ;-)

jahresrad

Zuallererst wird natürlich das Rad gebastelt. Ich hab ein Grundgerüst aus alten Zeitungen gemacht, die fest zusammengedreht, und mit Paketklebeband umwickelt. (geht sicher auch mit Holz statt Zeitungen, aber es war grad kein Holz da, und andere Versuche waren auch nicht so erfolgreich, das Zeitungsskelett hält aber gut).

rad1

Um die Zeitungen hab ich Paketschnur gewickelt, das ganze mit Tapetenkleister überpinselt, braun angemalt und lackiert. Dann noch Bänder dran und an die Decke

rad


Ahnenbilder fürs Rad

ahnenbilder

Ich hatte ne Zeitlang echt Probleme mit den Ahnen. Mit den Verwandtschafts-Ahnen, genauer gesagt. Da gibts zwar ein paar nette, aber auch ne Menge, auf die ich gut verzichten kann. Ich hab mir lieber Wahl-Ahnen gesucht.

Irgendwann hab ich dann doch versucht, Frieden mit der Verwandtschaft als ganzes zu schliessen, und daraus sind die Ahnenbilder entstanden. Ich hab das Fotoalbum geplündert, die passenden Bilder auf Karton geklebt und mit Aufhängebändeln versehen.

Ich hab ziemlich lang rumüberlegt, ob ich meinen Großvater, den alten Mistkäfer, auch mit reinnehmen soll, und die drei alten Tanten, Schwestern meiner Oma, von denen zwei ziemlich giftig und die dritte übelst braun war... naja ich hab sie dann mit dazu genommen. Mittlerweile sind sie mir ziemlich egal und können ruhig da hängen, wenn mir die Erinnerung an sie dadurch nicht mehr auf den Nerv geht.

Der lebenden Verwandtschaft geh ich aber größtenteils aus dem Weg. Sind ja keine Ahnen ;-)


Jahreskreisdecke

Die Jahreskreisdecke habe ich als Ritualdecke für draussen gemacht.

Ich hab ein Stück Stoff einigermassen kreisrund zugeschnitten, und in acht gleiche Teile geteilt. In jedes Teil hab ich was möglichst zum Festtag passendes reingenäht und das ganze mit Bändern unterteilt. In die Mitte kam noch ein Pentagram.

ritualdecke

Damit das ganze nicht gleich einsaut, wenn´s mal ein bißchen dreckig ist, habe ich für die Rückseite eine abwaschbare Gartentischdecke verwendet, kein Lack oder Wachstuch, das Teil ist aus so ner Art Nylon, dünn und flexibel und gut zu nähen.

Ok, das ist nicht grad ne Arbeit für nur einen Tag, eher etwas, das man an Samhain anfängt und das Jahr über weiternäht.

Hier ist noch ein Bild von der Rückseite mit der Gartentischdecke.

RitualdeckeRückseite


Ahnenpuppe

Meine Ahnenpuppe, zu Ehren der lieben Ahnen, hat gefilzte Kleider, einen wattegefüllten Körper und einen Apfelkopf.

apfelpuppe

Apfelkopfpuppen sind eine alte Technik aus den USA. Ich glaube, die ersten Pilger haben sie mangels anderen Materials erfunden. Es gibt viele Möglichkeiten, aus Naturmaterial Puppen zu machen, aber die Apfelkopfpuppe finde ich richtig einfallsreich.

Man braucht natürlich nen Apfel, aus dem wird der Kopf geschnitzt. Den fertigen Kopf über Nacht in Wasser mit Zitronensaft und etwas Salz einlegen, damit er einigermassen hell bleibt. Zum Trocknen aufhängen (sieht gruslig aus, wenn der Kopf an der Lampe baumelt). Man kann den Kopf während er trocknet noch ein bißchen in Form kneten. Er braucht so ein bis zwei Wochen, bis er richtig trocken ist.

Den Körper habe ich aus einfachem Jersey genäht und mit Watte und ein bißchen Lavendel gefüllt. Lavendel auch deshalb, weil ich hoffe, er hält die Motten vom Filz ab.

Hier ein Bild von der Puppe ohne Kleider und Haare.

apfelpuppe1

Ich habe an dem Kopf nach dem Trocknen Katzenaugen aus dem Bastelladen befestigt. Es gibt welche, die hinten dran einen Knubbel haben, den man nur reinstecken muss.

Die Kleider habe ich mit der Nadel gefilzt, die Hände und Füsse sind direkt auf den Körper gefilzt. Dann bekam meine Puppe noch ein Schultertuch aus schwarzer Spitze spendiert und einen Gürtel mit zwei Holzperlen, vor allem, damit das Tuch nicht rutscht. Das Haar ist aus einem Büschel Kammzug.

Sie guggt ein bißchen grimmig, aber sie ist sehr freundlich.

In Nürnberg gibts ja die Tradition mit den Zwetschgenmännle, wär auch mal ne Idee für ne Ahnenfigur. Mal drüber nachdenken. Ich hab ein bißl ein gespaltenes Verhältnis zu den Zwetschgenfiguren, so doll gefallen sie mir nicht, und als Kind hab ich mal eins aufgefressen, danach war mir dann drei Tage schlecht...Aber vielleicht fällt mir doch mal was Neues dazu ein.


Futterschüssel


Kürbiscremesuppe

kürbiscremesuppe

Ein kleinerer Kürbis, zb. Hokkaido oder Butternut
1-2 Kartoffeln
1-2 Möhren
1 Zwiebel
1 Stück Ingwer ca. 3cm, oder mehr je nach Geschmack
1 Dose (400ml) Kokosmilch
4 EL Kokosflocken
1 TL Curry
Salz, Pfeffer, bißl Butter
Paprika oder Chilischote und Kokosflocken zur Deko

Die Zwiebel und den Ingwer fein hacken und in Butter andünsten, Kartoffeln, Möhren und Kürbis in Würfel schneiden und dazugeben, mit der Kokosmilch aufgiessen, Curry und Kokosflocken dazu, und alles ca. eine halbe bis dreiviertel Stunde köcheln lassen. Evtl bißl Wasser angiessen.

Alles fein pürieren, wenns zu dick ist, noch bißl Wasser angiessen und noch mal aufkochen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Als Deko macht sich ne Spirale aus Kokosflocken und ein paar feine Streifen Paprika oder Chili gut.


Granatapfelcreme

500gr. Joghurt mit Zucker o.ä. nach Geschmack verrühren (ich hab 1 TL Flüssigsüßstoff genommen). 250ml Granatapfelsaft aufkochen und mit Bindobin o.ä. andicken (ca. 2 TL), das ganze sieht dann wie Marmelade aus. Den Saft unter das Joghurt rühren und die Kerne von einem Granatapfel unterheben. Das ganze kühl stellen und mit Kakao oder ein paar Granatapfelkernen verzieren. Die Creme hat eine etwas seltsam rosa Färbung, aber schmeckt sehr lecker.

granatapfelcreme

Yule

Bedeutung des Festes

Die Wintersonnwende wurde in vielen Kulturen ähnlich gefeiert, jedenfalls in denen, die davon abhängig waren, dass es wärmer wurde, bevor die Vorräte ausgingen. Die kalte Jahreszeit war gefährlich und um so wichtiger war es, ihr auch etwas Gutes abzugewinnen, was ja auch wir heute noch tun, wenn wir es uns am Kamin gemütlich machen und bei heißem Tee Lebkuchen futtern. Auch wenn uns dank "Früchte aus aller Welt" und moderner Vorratshaltung nicht mehr so bewusst ist, wie oft der Winter Hungersnöte mit sich brachte, haben wir dafür mit Winterdepressionen zu kämpfen, der Mangel an Licht sorgt oft für Mangel an Lebensfreude. Ich merke es immer ganz besonders an Yule, wie sehr ich mich freue, dass es bald wieder heller wird. Wirklich ein Grund zum Feiern.

Die Römer feierten schon vor Yule die Saturnalien, ein Fest zu Ehren des Saturn, das vom 17. bis 23. Dezember gefeiert wurde, später sogar bis zum 30. Dezember. Saturn, bei den Griechen Chronos, war kein umgänglicher Gott, er frass seine Kinder und stand in der Symbolik der Astrologie für Strenge, harte Arbeit und Melancholie. Im Mittelalter wurde Saturn mit Sichel oder Sense dargestellt, was aber nicht nur Todessymbolik ist, sondern auch darauf hin deutet, dass Saturn auch der Gott des Ackerbaus war. Die Saturnalien waren ein fröhliches Fest, alles war auf den Kopf gestellt, die Herren bedienten die Sklaven, und man machte sich gegenseitig Geschenke. Ein Überbleibsel der Saturnalien ist der Karneval.

Am 25. Dezember feierten die Römer die Brumalien (von lat. Brumus = Wintersonnwende); der Sonnengott Sol feierte an der Sonnwende Geburtstag. Auch dem Mithraskult wird nachgesagt, dass Mithras an der Wintersonnwende geboren ist, und es gibt wohl auch ähnliches zu Apollons Geburstag.

Apollos Schwester Diana trug den Beinamen Lucifera oder Lucina, die Lichtbringerin, Apollo den Beinamen Phoebus, der Leuchtende.

Die Griechen glaubten, dass Apollon zu Winteranfang in einem von Schwänen gezogenen Wagen nach Norden in s Land der Hyperboräer flog.

Also eine ganze Menge Weihnachtsmänner...

Alte, jetzt christianisierte Traditionen findet man auch überall:

In Schweden bringt der Yulbock die Geschenke, seine Strohvariante kann man als Baumanhänger manchmal kaufen.

yulebock

In Nordeuropa war es Tradition, einen Yulklotz in den Ofen zu stecken und 12 Tage und Nächte lang brennen zu lassen. Ich frag mich immer, wie groß die Öfen waren, um nen halben Baumstamm reinzuschieben, damit der wirklich so lange brannte. Ein Holzklotz mit Kerzen drauf erscheint mir die praktikablere Variante.

Der Weihnachtsbaum ist erst seit dem 16. Jahrhundert bekannt, die Tradition, Zweige in s Haus zu holen, aber schon viel länger. Die Römer schmückten ihre Häuser zur Jahreswende mit Lorbeerzweigen, der Lorbeer war ein Baum des Apollo. Eine Tradition, die noch immer besteht, sind die Barbarazweige: Am 4. Dezember werden Zweige von Obstbäumen o.ä. geschnitten und ins Zimmer gestellt, so dass sie bis Yule bzw jetzt natürlich Weihnachten blühen. Wenn sie blühen, ist das ein gutes Omen. Die heilige Barbara wird oft zusammen mit Katharina und Margarethe dargestellt, und die wiederum sind eine andere Bezeichnung von Einbeth, Wilbeth und Worbeth, die z.b. auf die römischen Matronen zurückzuführen sein können. In dem Zusammenhang gibt es aber reichlich Spekulationen, sicher ist, dass sich zumindest im Alpenraum der Glaube an die 3 Heiligen Frauen noch bis heute gehalten hat. Und drei Frauen sind in vielen Kulturen verbreitet, die Nornen, die Parzen, die Gorgonen, Kali-Durga-Parvati, die Erinyen, die dreifache Göttin ist vieler Orts anzutreffen.

Die Rauhnächte, von Yul an 12 Tage, waren die Nächte, in denen im Südlicheren Europa die Percht mit ihrem Gefolge unterwegs war, weiter nördlich war es Odin mit der Wilden Jagd. Die Geister konnten schnell beleidigt werden und es gab einige Tabus, zb. keine Wäsche rauszuhängen. Das hatte sicher früher auch den angenehmen Nebeneffekt, dass nicht ausgerechnet zu Yule die Mägde raus mussten, um die Wäsche zu waschen, in Zeiten ohne Waschmaschine eine anstrengende und mühevolle Arbeit. Bei mir wird während der Rauhnächte natürlich auch keine Wäsche gewaschen, sicher ist sicher... (nönö ich bin nicht abergläubisch, nur vorsichtig).

Das ist noch lange nicht alles, was es zu Yule zu sagen gäbe, aber für den Moment mal genug.


Rituale


Zu Yule macht es mir immer viel Spass, umgedichtete Weihnachtslieder zu singen. Eine gute Quelle dazu ist Joelle´s Sacred Grove.

Gelegentlich versuch ich mich auch mit Übersetzungs-Nachdichtungs-Übungen, hier eine Variante von Stille Nacht (für ein größeres Bild draufklicken):

Stille Nacht

Ein schönes Ritual zu Yule ist es, vor Sonnenaufgang aufzustehen, rauszugehen und die Sonne zu begrüssen.

Dazu ein paar Lieder und einen Sonnentanz und nachher gemeinsam Frühstücken.

Für den Sonnentanz nehme ich gern den "Carnevalito", leider gibts von der Variante, die ich mag, nichts gratis im Netz, aber sie ist auf der CD "Tänze für die Gruppe" von Bernhard Weiser. Dort gibt es auch eine Anleitung, die ich ein bißchen abgewandelt habe. Eigentlich stampft man immer auf der Stelle und tanzt dann im Kreis, und das immer abwechselnd, ich hab jedes zweite Stampfen ersetzt durch ein paar Schritte nach aussen und wieder zurück, das sieht dann ein bißchen aus wie Sonnenstrahlen, zumindest, wenn Schnee liegt.

Yule ist für mich das Fest, das ich am allerliebsten mit einer Gruppe feiere, hat wohl auch was damit zu tun, dass Wichteln unbedingt mit dazu gehört. ;-)


Basteleien


Sorgenkörbchen

sorgenkörbchen

Ich hab mal gelesen, dass es in einem afrikanischen Land Sitte ist, neben die Haustür einen kleinen Korb zu hängen, in den alle vor dem Betreten des Hauses ihre Sorgen stecken können, damit sie sie nicht mit ins Haus tragen. Leider hab ich vergessen, in welchem Land das genau war, und wo ich es gelesen habe, weiß ich auch nicht mehr, aber nachgemacht hab ich es...

Als Grundlage nahm ich eine dieser Handtaschen, die sich so gern bei mir ansammeln, weil sie so goldig sind, die ich aber nie benutze, weil nichts reinpasst. Ich habe einen Stern und ein Glöckchen drangehängt und mit Lackmalstift draufgeschrieben: Bevor Du trittst herein, wirf Deine Sorgen hier hinein. Dann hab ich die Tasche aussen an die Wohnungstür geschraubt, und ich stell mir vor, dass der wöchentliche Hausmeisterdienst die angesammelten Sorgen immer mit rauskehrt.

Traumfänger

traumfaenger

Genau das richtige, um den Winterschlaf zu behüten. Dem Traumfänger habe ich ein Gerüst aus Draht verpasst, dazwischen aus dünnerem Draht und Perlen ein Pentagramm gefädelt und in die Mitte eine Augen-Applikation genäht, die schon ewig im Fundus rumflog und auf Verarbeitung gewartet hat. Den Draht habe ich mit Stickgarn umwickelt und unten dran Klangstäbe und Muscheln aus Metall gehängt. Damit träumt sich´s gleich viel besser.

Pentakel

Aus einem runden Frühstücksbrettchen, wie es sie überall zu kaufen gibt, lässt sich ganz einfach ein Pentakel machen.

pentakel

Von dem Brettchen, das ich mir besorgt habe, habe ich erst mal mit einem Schmirgel die Klebstoffreste vom Preisschild abgekratzt, und dann das ganze mit einem Brennkolben angemalt. Qualmt ein bißchen, ist aber ganz einfach. Mit Farbe anmalen geht natürlich auch.

pentakel1

Sieht doch gleich viel besser aus, oder?


Sterne für das Rad

Zu Yule bekommt man fünfzackige Sterne ja an jeder Ecke nachgeworfen. Ich hab mich für rote aus Acryl entschieden. Die kann man mit Lackmalstiften ganz einfach anmalen. Einer der Sterne hängt am Sorgenkörbchen, drum hab ich den nicht noch mal extra fotografiert.

Imbolc

Bedeutung des Festes


An Imbolc feiern wir das Licht, die Tage werden heller und trotz Schnee und Eis geht es auf Frühling zu. Imbolc wird vom 1. auf den 2. Februar gefeiert, manchmal auch am 2.2. oder an dem Tag genau zwischen Yule und Ostara.

Angeblich bedeutet Imbolc "in the belly", was darauf hinweist, dass jetzt noch alles "im Bauch der Erde" steckt, aber schon darauf wartet, geboren zu sein. Da bald die jungen Lämmer geboren werden, heißt Imbolc in Irland "Oimelc" für Muttermilch oder Schafsmilch, und es heißt auch Brigid, weil es der Göttin Brigid geweiht ist, die dreifaltige Göttin der Dichtkunst, der Schmiedekunst und der Heilung, sie beschützt die Gebärenden und gibt den Künstlern Inspiration, auch hütet sie die heiligen Quellen. Christianisiert wurde sie zur Heiligen Brigitta. Das Christentum feiert Imbolc als Lichtmess. Die Römer feierten Anfang Februar die Nonen, ein Reinigunsfest zum Frühlingsbeginn.

Ein Brauch zu Imbolc ist es, Kerzen ins Fenster zu stellen und über Nacht brennen zu lassen, vielleicht in einem Kessel, damit nichts passiert. Die Zeit zwischen Imbolc und Ostara eignet sich auch gut für das Frühjahrsausfegen, um alte Sachen auszumisten und für Neues Platz zu machen.

Ein landwirtschaftlicher Brauch ist das Felder segnen, man geht über die Felder und weiht und segnet sie mit Räucherwerk und kleinen Gaben.

Zu Imbolc ist das Wetter meistens noch kalt und ungemütlich, und oft auch ungesund. Früher war es die gefährlichste Zeit des Jahres, die Vorräte waren fast aufgebraucht und neues wuchs noch nicht, so konnten sich Krankheiten und Hungersnöte ausbreiten. Deshalb haben auch Heilungrituale an Imbolc einen wichtigen Platz.

Rituale


Reinigungsatem

Die Übung hilft dabei, gute Energien einzuatmen und schlechte loszuwerden. Ich mag es aber nicht, die schlechte Energie einfach auszuatmen, weil ich mir denke, dass die dann rumschwebt und sich irgendwo festsetzt, wo sie nur stört, ich stell mir lieber vor, es ist eine Art Kompost, die ich in die Erde gebe, die sie transformiert und für Neues verwenden kann, Energie ist schliesslich erst mal neutral, und es ist genauso wie mit den Bananenschalen, ich ess die zwar nicht, aber auf dem Kompost machen sie sich nützlich.

Stell Dir beim Einatmen vor, wie Du mit der Atemluft kleine bunte Kügelchen einatmest, die Dir neue Kraft geben. Du kannst den Kügelchen auch Eigenschaften zuweisen, rote für Tatendrang, blaue für Ruhe, violette für spirituelles Wachstum, usw. Nimm einfach die Farben, die für Dich am Besten passen.

Beim Ausatmen visualisiere kleine dunkle Kugeln, wie Lehmklumpen, die auf den Boden sinken und in der Erde verschwinden, und stell Dir dabei vor, wie die Kugeln sich in der Erde auflösen, verwandelt werden und die Kraft der Erde und neues Wachstum unterstützen.

Du kannst auch die Hände auf den Boden legen und Dir vorstellen, wie die Energie in die Erde fliesst.


Kerzen weihen

Ich weihe mir an Imbolc immer eine große dicke Kerze, die mich in Notsituationen unterstützen soll.

Die Kerze halte ich auf dem Schoß und lege meine Hände um sie, dann stelle ich mir vor, wie heilende und helfende Energie aus dem Boden in meine Hände fliesst (vlt die transformierte Energie vom Reinigungsatem, wer weiß). Das mache ich eine Weile und singe dabei vor mich hin, so Sachen wie "Kerze, Kerze, hilf mir Heilen, Kerze, Kerze lindre Not".


Lichtschiffchen schwimmen lassen

Eine schöne Tradition ist es, an Imbolc Lichtschiffchen schwimmen zu lassen, wenn die Flüsse nicht mehr vereist sind. Die Schiffchen schwimmen und nehmen die Wünsche an die helle Zeit mit oder tragen einfach unsere Freude darüber hinaus, dass es jetzt wieder wärmer wird.

Für die Schiffchen sollte man natürlich Material nehmen, das die Gewässer nicht zusätzlich belastet. Z.b Rinde und eine Bienenwachskerze, oder aus Origami-Kanu falten und die Kerze drauf stellen. (eine Anleitung gibt es hier) Es sieht wunderschön aus, wenn eine ganze Gruppe dieser Schiffchen davonschwimmen.


Wer bin ich eigentlich?

Eine gute Übung ist es, sich mal aufzuschreiben, wer man ist, was man mag, was einem gut tut. Im Alltag zupfen so viele Energien an einem rum, dass man das oft mal vergisst.

Man kann mit ganz einfachen Sachen anfangen, wie "Mag ich lieber rot als grün?" und " Was bringt mich zum Lachen". Manches ist einem zwar eh klar, aber einiges ist auch sehr aufschlussreich, und ich hab aus der Übung z. B. eine Helferliste zusammengestellt mit Dingen und Unternehmungen, die mir gut tun, wenn´s mir mal nicht so gut geht. Weil grad dann vergess ich eigentlich immer, was mir gut tut. Ein Blick auf die Liste hilft mir da weiter.


Basteleien


Athame

Ein Athame kann man sogar selber schmieden, in Nürnberg geht das z. B. in der Schmiedewerkstatt im K4. Ich will mich hier aber auf die Verschönerung eines bestehenden Messers beschränken, bzw. in diesem Fall ist es ein Brieföffner. Ich finde Brieföffner als Athame gut geeignet, weil sie nicht so scharf sind, dass man sich ständig dran schneidet, aber im Notfall trotzdem zur Verteidigung herhalten könnten.

athame (1)

Den Brieföffner habe ich im SecondHandshop erbeutet und erst mal saubergeschmirgelt, weil die Klinge fast schwarz war. Der Griff war aus irgendnem Plastikzeugs. Ich hab den Griff mit Fimo ummantelt und alles in den Backofen gesteckt, mit ein bißchen Sorge, ob das Ding wegen dem Plastikgriff in Flammen aufgeht. Gab aber keine Probleme. Nachher habe ich ihn noch lackiert und eine Perle aufgeklebt.

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Wer schnitzen kann, der kann sich natürlich auch nen Griff schnitzen.


BoS

Meine ersten Schattenbücher waren Notizbücher mit festen Seiten, und natürlich habe ich ständig dran rum korrigiert und neu angefangen, wenn ich was ändern wollte. Das ging mir irgendwann auf die Nerven, als Übergangslösung gabs dann Ringbücher, aber inzwischen habe ich mich auf Fotoalben festgelegt, und zwar die kleinen, in die man ein Foto pro Seite stecken kann.

bos

Für mich sind sie optimal, schön handlich und ich kann umsortieren, so oft ich will, ohne jedes Mal ein neues Buch starten zu müssen. (nönö ich bin nicht wirklich perfektionistisch, nur manchmal)

Für die Optik habe ich die Alben noch bißl verschönert, in der Zwischenzeit sind es nämlich mehrere.

bos1

Ein Lilanes mit Stoffecken und einer Löwenkopf - Niete, ein Rotes mit einem Pentagramm aus Fimo, ein Blaues mit einem Pentagram aus Glitzer und ein Gekauftes mit Plüscheinband, auf das ich eine Muschelspirale aufgeklebt habe.

Witchboard

Eine Möglichkeit, die Götter zu befragen, ist das Witchboard oder Quijaboard. Die Bedienung ist ganz einfach, man stellt eine Frage, legt die Finger auf die Planchette und wartet ab, was passiert.

witchboard

Mir ist das Board viel zu langsam, wenn ich was wissen will, setze ich mich hin, versuche, den Kopf möglichst leer zu machen und warte auf die Antwort, und wenn gar nix geht, leg ich mich ins Bett und überschlafs, meistens weiß ich am nächsten Morgen, was ich wissen will, und wenn nicht, hab ich wenigstens ausgeschlafen.

Aber hier die Bastelanleitung:

Ich habe für das Brett ein Brotzeitbrettchen genommen und mit Brandmalerei bemalt. Die Planchette ist aus Pappe, bemalt und lackiert, und ein bißchen zu groß geraten und sie rutscht auch nicht sonderlich gut. Holz oder evlt auch Plastik wäre da wohl die bessere Alternative, aber da ich das Brett eh nicht mehr benutze, ist mir das zu viel Aufwand.

Hier gibts die Vorlage (das größere Bild ist bei Flickr, einfach drauf klicken):

witchboard2


Brigidskreuz

Für´s Rad gibt es diesmal ein Brigidskreuzt. Dazu braucht man Stroh und Faden.

Die Halme werden erst mal gut eingeweicht und plattgebügelt.

Für ein kleines Kreuz braucht man acht Halme, für größere einfach jeweils vier Halme mehr einflechten.

Die Halme werden zur Hälfte gelegt und ineinandergesteckt wie auf dem Bild:

brigidskreuz1

Das ganze mit nem Faden fixieren, geht aber auch ohne, nur rutscht es dann leichter. Die anderen vier Halme dazufrickeln und mit Faden fixieren, sieht man auf dem Bild ganz gut, wie das genau aussieht, aber wer ne genauere Anleitung haben will, findet sie hier.

brigidskreuz

Kalender

Ich bastel mir gerne kleine Wandkalender mit Mondphasen, etc., nix dolles, aber so behalt ich am besten die Übersicht über Termine. Vielleicht kann ja noch jemand die Kalender brauchen. Zum Download auf die Titel klicken.

Wandkalender 9/10

kalender09

Ein einfacher Tabellenkalender, jeweils 6 Monate auf Vorder- und Rückseite.

Wandkalender 10/11

kalender10

Selbes Styling für s Jahr darauf.

Hexentanzplatz

zwischen den Welten und jenseits der Zeit

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